Arthrose Selbsttest

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Arthrose ist eine degenerative Gelenkserkrankung, die bereits in sehr frühen Jahren des Lebens beginnen kann. Entdeckt werden die Veränderungen im Gelenkknorpel jedoch meist erst, wenn die ersten Schmerzen auftreten. Dies kann Jahre bis Jahrzehnte nach der eigentlichen Knorpelverletzung sein. Kaum jemand erinnert sich dann noch an die Unfälle und Blessuren der Jugend. Zudem sind Schmerzen und Gelenkbeschwerden bereits ein Anzeichen für eine fortgeschrittene Gelenkszerstörung.

Würde die Arthrose jedoch früher entdeckt werden, wäre ihr Verlauf noch besser zu kontrollieren. Doch gibt es überhaupt Methoden, um eine Arthrose zu entdecken, bevor sie Probleme macht? Welche Tests können dem Patienten dabei helfen?

Bildgebende Verfahren und Gelenksarthroskopie bei Arthroseverdacht

Am Anfang der ärztlichen Untersuchung stehen die Anamnese (Ermittlung der Vorgeschichte des Patienten) und die Funktionsprüfung. Bereits dadurch kann sich der Arzt ein Bild von den möglichen Ursachen für eine Gelenkserkrankung wie die Arthrose machen. Dennoch reichen das Gespräch und das äußerliche Abtasten der großen Gelenke nicht aus, um eine gesicherte Diagnose zu stellen. Hierfür werden oft bildgebende Verfahren eingesetzt.1

Röntgenbilder des Gelenkes: die Problematik

Selbsttest Arthrose RöntgenGanz oben auf der Beliebtheitsskala steht nach wie vor das Röntgen. Allerdings lassen sich auf einem Röntgenbild nur die dichten Strukturen der Knochen ablichten. Knorpel und Weichgewebe bleiben unsichtbar. Warum hilft also ein Röntgenbild dennoch bei der Diagnosestellung für Arthrosepatienten?

Mittels Röntgen lässt sich eine fortgeschrittene Arthrose indirekt über eine Verengung des Gelenkspaltes oder über Knochendeformationen im Gelenk nachweisen. Eine frühe Schädigung des Knorpels ist aber mithilfe der Röntgenaufnahme nicht feststellbar.2

Einige Fachärzte machen darauf aufmerksam, dass der Gelenkspalt beim Röntgen nur unter Belastung korrekt gemessen werden kann. Soll heißen: die Röntgenaufnahme sollte immer im Stehen, nie im Liegen gemacht werden, um den korrekten Gelenkspalt des Knies, Fußes oder der Hüftgelenke zu ermitteln.

Magnetresonanztomografie

Andere bildgebende Verfahren sind z. B. die Magnetresonanztomografie (MRT) sowie die Ultraschalluntersuchung (Sonografie). Der große Vorteil dieser beiden Methoden ist, dass sie keine Strahlung freisetzen und zudem auch Weichteile und Knorpel sichtbar werden lassen. Auch wenn sich hierdurch Entzündungsprozesse und die Verhältnisse in der Gelenkflüssigkeit abbilden lassen, ist eine Unterscheidung zwischen Arthritis und Arthrose nur sehr schwer möglich.

Arthroskopie (Gelenkspiegelung)

Kniespiegelung ArthroskopieDie letztendliche Gewissheit bringt meist nur die operative Eröffnung des Gelenkes mittels Punktion und Arthroskopie. Dabei kann die Gelenkflüssigkeit auf Entzündungsmarker und Autoantikörper untersucht werden, was die Unterscheidung zwischen Arthrose und entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis ermöglicht. Die Arthroskopie bietet zusätzlich noch den Vorteil, dass gelenkerhaltende Maßnahmen direkt vorgenommen werden können. So lassen sich beispielsweise die Knorpelflächen glätten oder Knochenanhänge entfernen. Diese Methodik ist jedoch nicht unumstritten, da sie das Gelenk der Gefahr von Infektionen aussetzt.3

Selbsttests und ihre Aussagemöglichkeiten

Für den Selbsttest auf Arthrose von zuhause aus haben wir einen kurzen Fragebogen entwickelt. Die Beantwortung erfolgt mit wenigen clicks, ist völlig anonym und kostenlos. Anhand des Ergebnisses haben Sie einen ordentlichen ersten Anhaltspunkt, wie Sie Ihre Gelenkbeschwerden zu deuten haben und wie stark sie sind.

Bitte beachten

Dennoch gilt immer, dass diese Tests keine Diagnose stellen können und daher bei Gelenkbeschwerden immer ein Arzt konsultiert werden muss. Das Einzige, was diese Selbsttests recht zuverlässig abbilden können, ist das persönliche Risiko, im Verlauf eines Lebens an Arthrose zu erkranken. Dazu fragt der Test z.B. zum allgemeinen Bewegungsverhalten und den sportlichen Aktivitäten ebenso mit ein wie z. B. die Ernährung oder das Alter der Testperson. Alle Variablen zusammengenommen führen zu einem persönlichen Risikofaktor, der allerdings noch nichts endgültiges darüber aussagt, ob jemand an Arthrose oder anderen entzündlichen Gelenkserkrankungen leidet.

Lediglich die Neigung, eine solche Erkrankung zu entwickeln, wird darüber festgestellt. Im günstigsten Fall bewirkt das Ergebnis, dass der/die Ratsuchende seine Lebensweise überdenkt und anschließend sein Risiko für Arthrose durch geeignete Maßnahmen (Ernährungsumstellung, gelenkschonender Sport, ausreichend Bewegung, Nahrungsergänzungen, Vermeidung von Übergewicht) reduziert.

Quellen:

  1. Sankowski et al. 2013. Psoriatic arthritis. Pol J Radiol 78(1), 7-17
  2. Sutter et al. 2012. New developments in hip imaging. Radiology 264(3), 651-67
  3. Elfeddali et al. 2013. Arthroscopic elbow surgery, is it safe? J Shoulder Elbow Surg 22(5), 647-52; Bert & Bert. 2013. Management of infections after arthroscopy. Sports Med Arthrosc 21(2), 75-9; Noud & Esch. 2013. Complications of arthroscopic shoulder surgery. Sports Med Arthrosc 21(2), 89-96
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Kommentar (1)

  1. Regina Pappenberg  |  

    14 Jahre habe ich nun schon Gelenkrheumatismus. Die Knie haben Arthrose und in den kleinen Gelenken der Finger ist es besonders schlimm.Bisher habe ich nur Arzneimittel und Spritzen bekommen.wenn das nicht ausreicht, soll ich Ibuprofen nehmen. Das Mittel vertrage ich aber garnicht. Physiotherapie und Ergotherapie tun mir gut, aber nur momentan.

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