Glucosamin, MSM und Pflanzenextrakte zur Linderung von Gelenkschmerzen

Wissenschaftliche Studien zu kommerziellen Nahrungsergänzungsmitteln haben den Vorteil, dass sie dem Arzt oder Therapeuten Hinweise über mögliche Eigenschaften eines Produktes liefern. In den USA dürfen diese auch veröffentlicht werden. Dabei dürfen aber keine Heilversprechen gemacht werden.

Grundsätzlich sollte man sich einen kritischen Blick auf die Ergebnisse solcher Untersuchungen bewahren. Aufbau der Untersuchung und Anzahl der Teilnehmer sind wesentliche Merkmale, die gute Untersuchungen von wenig aussagekräftigen Studien unterscheiden.

Allerdings sollte man als Verbraucher angesichts der hohen Kosten von Untersuchungen nicht erwarten, dass bei sicheren Bestandteilen wie Glucosamin, Chondroitin, MSM, Hyaluronsäure oder Rindenextrakten für jede Kombination und Dosierung eine eigene hochwertige Studie angefertigt wird. Denn jeder dieser Stoffe ist bereits 1000fach untersucht worden und auch vom europäischen Gesetzgeber als sicheres Lebensmittel klassifiziert worden.

Daher interessiert es Forscher von Universitäten nicht besonders, auch jede erdenkliche Kombination nochmals zu testen. Und Hersteller können es sich kaum leisten, denn eine Kombination lässt sich kaum patentieren und gegen Nachahmer schützen.

Mit kombinierten Inhaltsstoffen zum Ziel

Auf der anderen Seite ist die Zusammensetzung kommerzieller Nahrungsergänzungsmittel meist sehr spezifisch. Eine Studie kann hier wohl Resultate dokumentieren, die durch das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe zustande gekommen sind.

Die Wirkung einzelner Bestandteile müsste allerdings in Parallelgruppen überprüft werden, in denen Inhaltsstoff für Inhaltsstoff einzeln sowie in jeder denkbaren Kombination vergeben wurde. Die vorliegende Studie der Appalachian State Universität in North Carolina, USA, zum in Deutschland nicht erhältlichen Produkt Instaflex Joint Support leistet dies nicht. Die Ergebnisse können also nur die Kombinationswirkung der Inhaltsstoffe des Präparates wiedergeben. Dies sind für die vorliegende Studie im Einzelnen Glucosamin als Sulfat (1.500 Milligramm pro Kapsel), Methylsulfonylmethan (MSM, 500 Milligramm), Extrakte aus Silberweidenrinde (250 Milligramm), der Ingwerknolle (250 Milligramm) sowie aus Weihrauch-Harz (125 Milligramm) und der Kurkuma-Wurzel (50 Milligramm). Darüber hinaus enthält jede Kapsel 40 Milligramm Cayenne und vier Milligramm des Glykosaminoglykans Hyaluronsäure.

Naturpräparat ersetzt für acht Wochen herkömmliche Schmerzmittel

Von den 100 Personen, die an der randomisierten Doppel-Blind-Studie teilnahmen, litten alle seit mehr als drei Monaten an Gelenkschmerzen. Sie waren zwischen 50 und 75 Jahre alt und bekamen über einen Zeitraum von acht Wochen entweder dreimal täglich eine Kapsel des Kombipräparates oder ein Placebo. Darüber hinaus erklärten sich alle Teilnehmer damit einverstanden, für den Einnahmezeitraum auf nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Aspirin sowie auf andere Mittel gegen Gelenkschmerzen zu verzichten.

Umfangreiche Tests zur Aufstellung eines Resultates

Für die Darstellung des Hauptergebnisses fanden vor der ersten Vergabe, nach der letzten Einnahme sowie an verschiedenen Zeitpunkten dazwischen Untersuchungen an den Probanden statt. Dabei wurden die Intensität der Gelenkschmerzen erfasst sowie der Grad der Steifheit und Funktionalität der Gelenke. Ebenso wurden Faktoren der Lebensqualität, soweit sie sich auf gesundheitliche Aspekte bezogen, und systemische Entzündungen erfasst. Zudem wurden in einem sechs-minütigen Lauftest körperliche Funktionen überprüft.

Mit GlucosaminMSM-Pflanzenextrakt-Präparat deutliche Vorteile nach einem Monat

Ab der vierten Woche stellten die Wissenschaftler dabei unter den Teilnehmern, die das wirksame Präparat einnahmen, einen signifikanten Rückgang der Schmerzintensität im Vergleich zur Placebo-Gruppe fest. Die größten positiven Veränderungen in der Fähigkeit, alltägliche Aufgaben zu bewältigen, sowie der stärkste Rückgang von Versteifungen wurde bei denjenigen Patienten beobachtet, die vor der Studie über Schmerzen im Kniebereich klagten. Dabei handelte es sich um 74 Prozent der Teilnehmer.

Negative Begleiterscheinungen oder andere Nebenwirkungen der GlucosaminMSM-Extrakt-Einnahme traten nicht auf.

Studie: Nieman D. C., „A commercialized dietary supplement alleviates joint pain in community adults: a double-blind, placebo-controlled community trial“, Nutr J. 2013 Nov 25;12(1):154, Epub published ahead of print.

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Comments (10)

  1. Sehr aufschlußreiche Literatur. Werde gleich etwas davon ausprobieren und hoffe damit meine Knieschmerzen und Armschmerzen in Griff zu bekommen.

  2. Leider muß ich von den Arthrosemitteln über Nebenwirkungen berichten!Die aber nur für die mit der falschen Genetik infrage kommen.Die Mehrzahl der Leute vertragen diese und haben positive Auswirkungen.Ich(57) habe jetzt seit 2 Jahren Polyarthrose. Hormone 100% Schuld+ Borelliose noch auf der Suche.Zum Punkt, bin durch zufall auf den
    Tnf-al Test gestoßen und habe die Mittel : Chondroitin
    Glucosamin und Hyaloron austesten lassen um auf Sicherheit zu gehen wegen Nahrungsmittelunverträglichkeiten die ich seit Jahren
    habe.Danach war ich Fertig ,meine Entzündungswerte sind auf über 900 angestiegen.Wieder einer Hoffnung
    beraubt! Ich bin bestimmt nicht die Regel aber wenn ich die einzige auf dieser Welt bin ,dann bin ich wohl ein Alien
    Gruß Anita

    • Hallo Anita, herzlichen Dank für Ihre Offenheit in Bezug auf Nebenwirkungen. Ich vertrage das Glucosamin nicht. Habe mich mit dem Super-Kombinationsmittel über 2 Jahre gequält – erfolglos. Das Gesundheitsbild von mir ist dem Ihrigen ähnlich. Borrelioseerkrankung usw. ist gesichert durch den LTT (Lymphtransformationstest). Seien Sie Tapfer Alien, ein weiterer Alien, der nicht allEIN IST.
      In diesem Sinne
      AGAPE
      SaMaRaji

  3. Erhard Langegger  |  

    Habe Gelenksabnützung am Knie und daher auch Schmerzen. Wie kann man hier eine Besserung ohne Operation erreichen ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Erhard Langegger

  4. Hallo
    Ich habe Gelenkabnutzung im linken Knie . Der Spalt zwischen den Knochen beträgt nur noch maximal 1 mm und der Knorpel ist auch abgenutzt . Habe schon im rechten Knie ein
    Künstliches, möchte das aber im linken verhindern . Was kann ich tun ?
    Bitte helfen Sie mir .
    Mit freundl. Grüßen
    Petra Braun

    • Sehr geehrte Petra, Leider könnten wir Ihnen so über das Internet keine Diagnose durchführen und daher keine Vorschläge zur Prävention anbieten. Bitte wenden Sie sich an Ihren nächstgelegenen Orthopäden. Ihre Gelenkexperten Redaktion

  5. Guten Tag, es wäre hilfreich, wenn bei den vorgeschlagenen Naturmitteln auch stände, ob es für Diabetiker auch geeignet sind. In den Apotheken sind die Auskünfte auch nicht immer richtig. Danke

  6. Hallo, wie ist es eigentlich für Xarelto-Menschen (Bluter) , dürfen sie Amitamin einnehmen?

    Vielen Dank für eine Infor!!!!!
    13.Sep.1916 Rita

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