Diagnose

Arthrose Selbsttest

ZUSAMMENFASSUNG

In diesem Artikel können Sie lernen, wie die Gelenksarthroskopie, Röntgenbilder und Magnetresonanztomografie (MRT) bei der Diagnose von Arthrose helfen kann.

Sie können ausserdem die 10 Fragen unseres Arthrose-Risiko Selbsttest Quizzes beantworten, um einen ersten Eindruck ihres Risikoprofils zu bekommen.

Arthrose ist eine degenerative Gelenkserkrankung, die bereits in sehr frühen Jahren des Lebens beginnen kann. Entdeckt werden die Veränderungen im Gelenkknorpel jedoch meist erst, wenn die ersten Schmerzen auftreten.

Dies kann Jahre bis Jahrzehnte nach der eigentlichen Knorpelverletzung sein. Kaum jemand erinnert sich dann noch an die Unfälle und Blessuren der Jugend.

Zudem sind Schmerzen und Gelenkbeschwerden bereits ein Anzeichen für eine fortgeschrittene Gelenkszerstörung.

Würde die Arthrose jedoch früher entdeckt werden, wäre ihr Verlauf noch besser zu kontrollieren. Doch gibt es überhaupt Methoden, um eine Arthrose zu entdecken, bevor sie Probleme macht? Welche Tests können dem Patienten dabei helfen?

Bildgebende Verfahren und Gelenksarthroskopie bei Arthroseverdacht

Am Anfang der ärztlichen Untersuchung stehen die Anamnese (Ermittlung der Vorgeschichte des Patienten) und die Funktionsprüfung. Bereits dadurch kann sich der Arzt ein Bild von den möglichen Ursachen für eine Gelenkserkrankung wie die Arthrose machen.

Dennoch reichen das Gespräch und das äußerliche Abtasten der großen Gelenke nicht aus, um eine gesicherte Diagnose zu stellen. Hierfür werden oft bildgebende Verfahren eingesetzt1.

Röntgenbilder des Gelenkes: die Problematik

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht nach wie vor das Röntgen. Allerdings lassen sich auf einem Röntgenbild nur die dichten Strukturen der Knochen ablichten. Knorpel und Weichgewebe bleiben unsichtbar.

Warum hilft also ein Röntgenbild dennoch bei der Diagnosestellung für Arthrosepatienten?

Selbsttest Arthrose Röntgen

Mittels Röntgen lässt sich eine fortgeschrittene Arthrose indirekt über eine Verengung des Gelenkspaltes oder über Knochendeformationen im Gelenk nachweisen. Eine frühe Schädigung des Knorpels ist aber mithilfe der Röntgenaufnahme nicht feststellbar2.

Einige Fachärzte machen darauf aufmerksam, dass der Gelenkspalt beim Röntgen nur unter Belastung korrekt gemessen werden kann. Soll heißen: die Röntgenaufnahme sollte immer im Stehen, nie im Liegen gemacht werden, um den korrekten Gelenkspalt des Knies, Fußes oder der Hüftgelenke zu ermitteln.

Magnetresonanztomografie

Andere bildgebende Verfahren sind z. B. die Magnetresonanztomografie (MRT) sowie die Ultraschalluntersuchung (Sonografie). Der große Vorteil dieser beiden Methoden ist, dass sie keine Strahlung freisetzen und zudem auch Weichteile und Knorpel sichtbar werden lassen.

Auch wenn sich hierdurch Entzündungsprozesse und die Verhältnisse in der Gelenkflüssigkeit abbilden lassen, ist eine Unterscheidung zwischen Arthritis und Arthrose nur sehr schwer möglich.

Arthroskopie (Gelenkspiegelung)

Kniespiegelung Arthroskopie

Die letztendliche Gewissheit bringt meist nur die operative Eröffnung des Gelenkes mittels Punktion und Arthroskopie. Dabei kann die Gelenkflüssigkeit auf Entzündungsmarker und Autoantikörper untersucht werden, was die Unterscheidung zwischen Arthrose und entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis ermöglicht.

Die Arthroskopie bietet zusätzlich noch den Vorteil, dass gelenkerhaltende Maßnahmen direkt vorgenommen werden können. So lassen sich beispielsweise die Knorpelflächen glätten oder Knochenanhänge entfernen. Diese Methodik ist jedoch nicht unumstritten, da sie das Gelenk der Gefahr von Infektionen aussetzt3.

Selbsttests und ihre Aussagemöglichkeiten

Für den Arthrose Selbsttest von zuhause aus haben wir einen kurzen Fragebogen mit 10 Fragen für Sie entwickelt.

Die Beantwortung ist völlig anonym, kostenlos und in weniger als einer Minute abgeschlossen.

Anhand des Ergebnisses haben Sie einen ordentlichen ersten Anhaltspunkt, wie Sie Ihre Gelenkbeschwerden zu deuten haben und wie gross Ihr Arthroserisiko ist.

Machen Sie Jetzt das Arthrose Selbsttest-Quiz

1. Sind Sie über 60 Jahre alt?

 
 

2. Haben Sie Gelenkprobleme, bzw. Arthrose oder Arthritis in der Familie?

 
 

3. Haben sie Übergewicht? Das wäre der Fall, wenn Ihr Body Mass Index (BMI) grösser als 25 ist. Ihren BMI können Sie hier ausrechnen.

 
 

4. Haben Sie nach Computer-, Haus- oder Gartenarbeit oft Schmerzen in den Fingern?

 
 

5. Haben Sie beim Treppensteigen manchmal Knieschmerzen?

 
 

6. Haben Sie nach längerem Sitzen oder morgens nach dem Aufstehen manchmal das Gefühl, Sie seien „eingerostet“?

 
 

7. Spüren Sie den Wetterwechsel in Ihren Gelenken?

 
 

8. Haben Sie nach längerem Spaziergängen (über 60 Minuten) manchmal Schmerzen im Hüftbereich?

 
 

9. Haben Sie entweder X-, O-Beine, oder eine Hüftdysplasie, also eine angeborene oder über längere Zeit erworbene Fehlstellung des Hüftgelenks?

 
 

10. Fehlt Ihnen manchmal die Kraft beim Öffnen von Glaskonserven oder Flaschen?

 
 

Frage 1 von 10

Bitte beachten beim Ergebnis folgendes: 

Es gilt natürlich immer, dass diese Tests keine Diagnose stellen können und daher bei Gelenkbeschwerden letztlich immer ein Arzt konsultiert werden muss. Das Einzige, was diese Selbsttests recht zuverlässig abbilden können, ist das persönliche Risiko, im Verlauf eines Lebens an Arthrose zu erkranken.

Dazu fragt der Test z.B. zum allgemeinen Bewegungsverhalten und den sportlichen Aktivitäten ebenso mit ein wie z. B. die Ernährung oder das Alter der Testperson. Alle Variablen zusammengenommen führen zu einem persönlichen Risikofaktor, der allerdings noch nichts endgültiges darüber aussagt, ob jemand an Arthrose oder anderen entzündlichen Gelenkserkrankungen leidet.

Lediglich die Neigung, eine solche Erkrankung zu entwickeln, wird darüber festgestellt. Im günstigsten Fall bewirkt das Ergebnis, dass der/die Ratsuchende seine Lebensweise überdenkt und anschließend sein Risiko für Arthrose durch geeignete Maßnahmen (Ernährungsumstellung, gelenkschonender Sport, ausreichend Bewegung, Nahrungsergänzungen, Vermeidung von Übergewicht) reduziert.

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Quellen

  1. Sankowski et al. 2013. Psoriatic arthritis. Pol J Radiol 78(1), 7-17
  2. Sutter et al. 2012. New developments in hip imaging. Radiology 264(3), 651-67
  3. Elfeddali et al. 2013. Arthroscopic elbow surgery, is it safe? J Shoulder Elbow Surg 22(5), 647-52; Bert & Bert. 2013. Management of infections after arthroscopy. Sports Med Arthrosc 21(2), 75-9; Noud & Esch. 2013. Complications of arthroscopic shoulder surgery. Sports Med Arthrosc 21(2), 89-96

Über diesen Autor

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Ein Kommentar

  • Regina Pappenberg 22. November 2017 at 13:37

    14 Jahre habe ich nun schon Gelenkrheumatismus. Die Knie haben Arthrose und in den kleinen Gelenken der Finger ist es besonders schlimm.Bisher habe ich nur Arzneimittel und Spritzen bekommen.wenn das nicht ausreicht, soll ich Ibuprofen nehmen. Das Mittel vertrage ich aber garnicht. Physiotherapie und Ergotherapie tun mir gut, aber nur momentan.

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