Hilft Hagebuttenpulver bei Gelenkbeschwerden?

ZUSAMMENFASSUNG:

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Hagebuttenpulvers ist auf unterschiedliche Weisen nutzbar. Ob Hagebuttenpulver bei Gelenkbeschwerden, die durch Arthrose, Arthritis oder Rheuma hervorgerufen werden Abhilfe bringt, wird hier im Weiteren erklärt.

So viel vorweg: ein Selbstversuch kann sich lohnen.

Die Hagebutte im Porträt

Die Heilkräfte der Hagebutte kannten schon die alten Perser. Bereits vor über 4.000 Jahren kultivierten sie Rosengewächse für medizinische Zwecke. Im Mittelalter kamen die kleinen Früchte bei Kopfschmerzen, zur Stärkung des Herzens und bei tränenden Augen zur Anwendung.

Heute ist die Hagebutte vor allem wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts und ihres guten Geschmacks beliebt, wird aber auch bei vielen Beschwerden zur Heilbehandlung eingesetzt.

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So lässt sich aus getrockneten Hagebutten ein Pulver gewinnen, das bei regelmäßiger Einnahme Entzündungen hemmen, Rheuma und Arthrose lindern und damit Schäden an den Gelenken vorbeugen kann.

Als Hagebutten werden die Fruchtkörper der Rosen (Rosa) bezeichnet. Landläufig steht der Begriff auch für die Wild- und Heckenrosen, an denen die Früchte wachsen. Besonders ausgeprägt sind diese bei Wildrosen wie der Hundsrose (Rosa canina).

Der Name der Hagebutte leitet sich einerseits vom mittelhochdeutschen „hagen“ oder „hag“ ab, das sich mit Hecke oder Umzäunung übersetzen lässt. Diese pflanzlichen Barrieren bestanden für gewöhnlich aus Dornengewächsen wie der Wildrose. Als Ursprung des zweiten Wortteils kommen die mittelhochdeutschen Wörter „butte“ oder „butze“ infrage.

Ersteres stand für ein rundes oder ovales Gefäß (heute Bottich). Letzteres bedeutete so viel wie Knospe, Batzen oder Klumpen. In einigen Regionen wird die Hagebutte auch Hagebutze, Haneputtchen, Hahnedorn, Buddel oder Bottel genannt.

Wie leicht an den vielen winzigen behaarten Nüsschen in ihrem Inneren zu erkennen ist, handelt es sich bei Hagebutten um Sammelnussfrüchte. Das Fruchtfleisch bildet sich aus dem fleischigen Blütenboden.

Es schmeckt süßsauer und ist reich an Vitaminen, vor allem an Vitamin C. Daneben enthalten die Früchte die Vitamine A, B, E und K sowie größere Mengen Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor. Bekannt ist die Hagebutte vor allem als Rohstoff für Tee, Konfitüre, Fruchtwein und Likör.

Ein besonderer Tipp

Die Nüsschen der Hagebutte sind mit feinen Härchen bedeckt, die Widerhaken aufweisen. Bei Hautkontakt rufen sie Juckreiz hervor. Daher sollten die Nüsschen nicht mitgegessen oder in Lebensmitteln verarbeitet werden.

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Die gesundheitsfördernde Wirkung der Hagebutte ist auf unterschiedliche Weise nutzbar. Aus der getrockneten Schale lässt sich beispielsweise ein vitaminreicher Aufguss herstellen, der aufgrund seines hohen Gehalts an Pektinen und Pflanzensäuren abführend und leicht harntreibend wirkt.

Die Kerne lassen sich zu Hagebuttenöl verarbeiten, das zur Hautpflege eingesetzt wird. Das Mus wird wegen seiner austreibenden Wirkung gegen Gicht und Rheuma verwendet.

Eine weitere Verwendungsform der Rosenfrucht ist das durch Trocknen und anschließendes Mahlen gewonnene Fruchtpulver. Dieses enthält die gesamte Nährstoffkraft der Rose in konzentrierter Form. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen:

  1. Galaktolipide (helfen dem Körper, freie Radikale zu binden),
  2. Polyphenole (wirken antioxidativ),
  3. Carotinoide (wirken antioxidativ und zellschützend),
  4. Pektin (Ballaststoff, unterstützt die Verdauung),
  5. Gerbstoffe (hemmen oder töten Mikroorganismen).

Dem Fruchtpulver werden zahlreiche vorteilhafte Effekte zugeschrieben. Wie Hagebuttentee hat es eine leicht entwässernde und harntreibende Wirkung und eignet sich daher zur Bekämpfung von Harnwegsinfektionen und Nierenerkrankungen.

Zudem wirkt sich das Pulver aufgrund seines hohen Vitamin-C-Gehalts positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Darüber hinaus unterstützen die gesunden Inhaltsstoffe das Immunsystem und lindern Erkältungen.

Wegen des darin enthaltenen Galaktolipids können zu Pulver gemahlene Hagebutten bei Gelenkbeschwerden helfen, die durch Arthrose, Arthritis oder Rheuma hervorgerufen werden. Indem Galaktolipid freie Radikale bindet, unterstützt es den Körper bei der Bekämpfung von Entzündungen und kann Schmerzen in den betroffenen Gelenken lindern.

Diese Wirkung wurde durch Studien wie Rein et al. (2004) und Willich et al. (2010) belegt. Des Weiteren soll Galaktolipid Kalkablagerungen in den Gefäßen vorbeugen und damit dem Entstehen von Arteriosklerose entgegenwirken. Bei Magen- und Leberschmerzen soll das Pulver als natürliches Schmerzmittel wirken und dabei verträglicher sein als Ibuprofen oder Aspirin.

Da die Studienlage für einige der beschriebenen Wirkungen noch unklar ist, empfiehlt es sich, vor der Einnahme ärztlichen Rat einzuholen.

Das Pulver der Hagebutte ist ein sehr schonendes Heilmittel, für das kaum Nebenwirkungen bekannt sind. Vereinzelt können Magen-Darm-Probleme auftreten, insbesondere bei hohen Dosierungen. Selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen.

Diese betreffen vor allem Menschen, die auf Rosengewächse allergisch reagieren. Im Gegensatz zu einigen schulmedizinischen Arthrosemedikamenten (NSAR) setzt die Hagebutte die Blutgerinnung nicht herab. Damit besteht kein Risiko für gefährliche Magen-Darm-Blutungen.

Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit eignen sich entsprechende Präparate auch für Schwangere und Stillende. Die in Lebensmitteln übliche Dosis sollte jedoch nicht überschritten werden, da hierfür Daten zur Sicherheit fehlen.

Wechselwirkungen mit Medikamenten wurden bislang nicht untersucht, erscheinen jedoch beim Verzehr der üblichen Mengen an Fruchtpulver als eher unwahrscheinlich. Auch auf den Abbau von Wirkstoffen sollte sich die Hagebutte nicht auswirken.

Dennoch empfiehlt es sich, das Pulver nicht zusammen mit Arzneimitteln einzunehmen, da es die Wirkstoffaufnahme hemmen könnte.

Anwendung und Dosierung von Hagebuttenpulver bei Gelenkbeschwerden

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Das Fruchtpulver gibt es in loser Form und als Tabletten. Eingenommen werden beide Varianten im Idealfall zu einer Mahlzeit mit viel Flüssigkeit. Ebenso ist es möglich, das Pulver in einen Joghurt, einen Smoothie oder ins Müsli zu rühren.

Die Einnahme anderer Arzneimittel sollte in einem zeitlichen Abstand von circa zwei Stunden zum Fruchtpulver erfolgen. Seine volle Wirkung erreicht das Heckenrosenpulver erst nach längerer, regelmäßiger Anwendung. Der entzündungshemmende Effekt setzt nach rund zehn Tagen ein.

Sofern es sparsam dosiert wird, kann das Pulver dauerhaft angewandt werden. Hierbei ist Folgendes zu beachten:

Da das Pulver den Harntrieb verstärken kann, ist es wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Im Gegensatz zum Fruchtpulver hat Hagebuttentee keine Wirkung auf die Gelenke, da der Wirkstoff Galaktolipid schlecht wasserlöslich ist und in den Tee-Rückständen verbleibt.

Hagebuttenpulver bei Gelenkbeschwerden selbst herstellen

Wer fertiges Fruchtpulver erwerben möchte, wird in Bioläden, Reformhäusern und im Internet fündig. Um sicherzugehen, dass es keine unerwünschten Reste chemischer Pestizide enthält, empfiehlt es sich, beim Kauf auf Bio-Qualität zu achten.Es ist aber auch möglich, das Fruchtpulver selbst herzustellen.

Dazu müssen die Hagebutten zunächst getrocknet werden. Die Temperaturen sollten dabei maximal 30 bis 35 °C betragen, da zu große Hitze das für die Behandlung von Gelenkbeschwerden wichtige Galaktolipid zerstören würde.

Bei größeren Früchten empfiehlt es sich, vorab die Stiele und Blütenansätze zu entfernen und die Hagebutten längs zu halbieren. Kleine können im Ganzen getrocknet werden. Ist der Trockenvorgang abgeschlossen, werden die Früchte gemahlen und in ein luftdichtes Gefäß abgefüllt.

In gut verschließbaren Einmachgläsern und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt, hält sich das Pulver problemlos über mehrere Monate. Besonders schonend lassen sich Hagebutten in der Sonne oder über einer Heizung trocknen. Das dauert in der Regel einige Tage.

Schneller geht es im Dörrautomaten oder im Backofen. An der Luft vorgetrocknete Früchte sind nach circa fünf Stunden fertig getrocknet. Bei frischen Hagebutten ist mit einer Trocknungszeit von acht bis zwölf Stunden zu rechnen.

Ein besonderer Tipp

Beschleunigen lässt sich der Trocknungsvorgang durch das Kleinschneiden der Früchte.

VIDEO – Arthrose behandeln mit Hagebutte

Fazit: Ein Versuch kann sich lohnen

Das Fruchtpulver aus der Hagebutte ist keine Wunderwaffe, die Gelenkbeschwerden im Nullkommanichts beseitigt. Über längere Zeit eingenommen kann es jedoch insbesondere bei beginnender Arthrose den Entzündungsprozessen entgegenwirken, Schmerzen lindern und den Konsum klassischer Schmerzmittel reduzieren.

Ein Versuch lohnt sich vor allem deshalb, weil Nebenwirkungen äußerst selten auftreten und keine Gegenanzeigen bekannt sind. Wer sich die Mühe macht, das Fruchtpulver selbst herzustellen, hat zudem keine zusätzlichen Kosten, vom Strom für den Backofen oder den Dörrautomaten mal abgesehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Quellen

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