Nat√ľrliche Mittel f√ľr Gelenke bei Arthrose

Nat√ľrliche Mittel bei Arthrose

Zusammenfassung

Bei Arthrose und Arthritis sind nat√ľrliche Mittel gegen Schmerzen und f√ľr Gelenkaufbau wichtig: Glucosamin, Chondroitin, Omega-3, Pinienextrakt, Vitamine und mehr. Die Wirksamkeit dieser Mikron√§hrsotffe ist von vielen wissenschaftlichen Studien belegt.

Arthrose ist eine fortschreitende Gelenkzerst√∂rung, die durch mechanische √úberbelastung oder Fehlbelastung in den gro√üen K√∂rpergelenken wie Knie und H√ľfte gef√∂rdert wird.

Im Sp√§tstadium endet die Erkrankung meist mit schweren Entz√ľndungsreaktionen, starken Schmerzen und der vollst√§ndigen Zerst√∂rung des betroffenen Gelenkknorpels. In der konventionellen Therapie stehen nicht-steroidale Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac zur Verf√ľgung, um den Alltag schmerz√§rmer zu gestalten.

Medikamente können bei Langzeitanwendung Nebenwirkungen haben und können in vorbelasteten Patienten Magen-Darm-Schäden, Nierenversagen, Gefäße schädigen oder sogar den Herztod auslösen.

Es ist daher nur allzu verst√§ndlich, dass die moderne Forschung immer wieder nach nat√ľrlichen und weniger risikobehafteten Behandlungsmethoden in der Schmerztherapie sucht. Aber: ein Wundermittel oder Allheilmittel gibt es nicht.

Generell lassen sich die nat√ľrlichen Wege, die Gelenke gesund zu erhalten, in drei Kategorien einteilen. Neben der gelenkschonenden Bewegung spielen vor allem die arthrosegerechte Ern√§hrung sowie einige knorpel√§hnliche Erg√§nzungsmittel die entscheidende Rolle. Doch was k√∂nnte am Ende den Betroffenen tats√§chlich helfen?

Gelenkschonende Bewegung f√ľr Arthrosepatienten

Die Gelenke reagieren sehr empfindlich auf Überbeanspruchung und Mangelernährung. Deshalb sollte jeder bereits in der Jugend besonders auf die Gelenke des Körpers achten. Neben der Ernährung ist eine lebenslange moderate Bewegung die beste Vorsorge gegen Arthrose.

H√§ufig merkt der Mensch erst, was er verloren hat, wenn die Bewegung schmerzbedingt unm√∂glich geworden ist. Ein leichtes Lauftraining auf weichem Untergrund st√§rkt nicht nur die Muskulatur des Oberschenkels und der H√ľfte, sondern stabilisiert zudem die Kniescheibe sehr effektiv.

Wer bereits unter Knorpelschäden leidet oder einfach sein Risiko zu einem erhöhten Abrieb im Gelenk verringern möchte, kann neben dem Laufen auch gelenkschonende Sportarten wie Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren betreiben.

Der Vorteil insbesondere beim Schwimmen oder Radfahren ist, dass man die Gelenke dabei nicht fehlbelasten kann. Alle diese ‚ÄěArthrose‚Äú-Sportarten st√§rken das Knie und helfen durch den zus√§tzlichen Muskelaufbau, den K√∂rper zu st√ľtzen.

Beim Radfahren und Schwimmen werden alle Muskelgruppen des K√∂rpers angesprochen, welche das Kniegelenk einfassen. Dies st√§rkt ebenso die B√§nder, was dem Gelenk schlie√ülich einen sicheren Halt verleiht. Doch in welchem Ma√ü sollte der Sport ausge√ľbt werden? Die Aussagen dazu schwanken sehr stark.

Die einen zitieren den Ausspruch: ‚ÄěNach dem Essen sollst Du ruh‚Äėn oder 1000 Schritte tun.‚Äú Die anderen berufen sich auf unser evolutives Erbe und gehen von mindestens 10.000 Schritten aus.

Bewegung ist gut, aber 10.000 Schritte?

Vor einigen Jahren wurde es in vielen Fitnesskreisen zur allgemeinen Weisheit, dass wir alle versuchen sollten, 10.000 Schritte pro Tag zu gehen.

Da die t√§glichen Fitness-Tracker mitz√§hlen, versuchten viele Menschen, diese Zahl zu erreichen ‚Äď und einige fragten sich gelegentlich, ob 10.000 tats√§chlich eine wichtige Zahl war.

Es stellt sich heraus: Ja, laut neuer Forschung von 2022!

Eine Studie in JAMA Neurology ergab in Grossbritannien, dass das Gehen von etwa 10.000 Schritten pro Tag mit weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzkrankheiten, Schlaganfall und Herzinsuffizienz), 13 Krebsarten und Demenz verbunden war.

10.000 Schritte zu machen entspricht ungefähr dem Gehen von sechs bis acht Kilometern, abhängig von der Schrittlänge.

Dennoch sagt die neue Forschung, dass Sie nicht unbedingt so viele gehen m√ľssen, um schon einige gesundheitliche Vorteile zu erzielen: beispielsweise senken zwar¬†9.800 Schritte das Demenzrisiko um 50 Prozent, so die Forschung, aber 3.800 Schritte pro Tag senken es auch schon um 25 Prozent.

Eine begleitende Studie in der Zeitschrift JAMA Internal Medicine ergab, dass Sie mit 2.000 Schritten pro Tag Ihr Risiko eines vorzeitigen Todes um 8 % bis 11 % senken können.

‚ÄěBeide Studien umfassten etwa 78.500 Teilnehmer, alle mittleren Alters und √§lter, die ein Ger√§t am Handgelenk trugen, um die k√∂rperliche Aktivit√§t zu messen, und deren Gesundheit √ľber einen Median von sieben Jahren √ľberwacht wurde‚Äú, berichtete die Washington Post.

Eine h√∂here Intensit√§t (sprich: Schnelligkeit) des Gehens erh√∂hte auch die gesundheitlichen Vorteile, fanden die Studien heraus. ‚ÄěSchnelleres Gehen war mit einem geringeren Risiko f√ľr Demenz, Herzkrankheiten, Krebs und fr√ľhem Tod verbunden, √ľber den Nutzen hinaus, der sich aus der Anzahl der t√§glichen Schritte ergibt‚Äú, schrieb The Post.

‚ÄěDie Take-Home-Botschaft hier ist, dass Frau/Mann ¬†zum Schutz der Gesundheit nicht nur idealerweise 10.000 Schritte pro Tag anstreben sollten, sondern diese auch schneller gehen sollten‚Äú, sagte Co-Hauptautor Matthew Ahmadi, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universit√§t von Sydney.

Arthrosegerechte Ern√§hrung f√ľr Jedermann & -frau

Streng genommen unterscheidet sich die Ernährung von Arthrosepatienten kaum von einer normalen und ausgewogenen Ernährungsweise. Bei Arthrose ist lediglich eine fettarme und vitaminreiche Kost angezeigt.

Daf√ľr eignen sich besonders kalziumreiche und dennoch magere Milchprodukte, um die Knochen zu festigen. Oliven√∂l und andere hochwertige Pflanzenfette liefern viele gesunde Fetts√§uren.

Wer auf ballaststoffreiche Lebensmittel wie Naturreis oder Gem√ľse achtet, kann den Cholesterinspiegel m√∂glicherweise sehr weit absenken. F√ľr Arthrose-Patienten sind auch Lauchgem√ľse wie Zwiebeln oder Knoblauch von gro√üem Wert.

Eine Studie demonstrierte sehr sch√∂n wie Obst und Gem√ľse auf Arthrose einwirken. Denn, diejenigen Probanden, welche t√§glich Obst und Gem√ľse zu sich nahmen, hatten beispielsweise geringere Sch√§den im H√ľftgelenk. Dieses Ergebnis wurde sogar noch gesteigert, wenn die Teilnehmer verst√§rkt Knoblauch in ihrer Ern√§hrung nutzten.

Ernährung bei Arthrose

Im Allgemeinen empfiehlt sich f√ľr Arthrosepatienten, auf Fleisch weitestgehend zu verzichten. Eine fleischreiche Ern√§hrungsweise beeinflusst die Entz√ľndungen im arthritischen Gelenk sehr direkt.

Fleisch enth√§lt in seinem Fett Arachidons√§ure aus der Gruppe der Omega-6-Fetts√§uren. Diese wird im K√∂rper zu Prostaglandinen umgebaut. Da Prostaglandine zu den entz√ľndungsf√∂rdernden Stoffen geh√∂ren, bewirkt Fleischkonsum bei Arthrose eine Zunahme der Gelenksentz√ľndungen.

Fettreicher Fisch mit hochwertigen Omega-3 Fetts√§uren ist ein empfehlenswertes Lebensmittel, denn die im Fisch√∂l enthaltenen Omega-3 Fetts√§uren DHA und EPA scheinen sich positiv auf Entz√ľndungen auszuwirken. Hering, Makrele und Kaltwasserfische sind besonders reich an Omega-3 Fetts√§uren.

Neben dem Fleisch sollten noch weitere Nahrungsmittel wie z. B. Kaffee und Alkohol gemieden werden, um einer Übersäuerung des Körpers zuvorzukommen. Diese basische Ernährung wird von vielen Fachleuten empfohlen. Klinische Untersuchungen sind uns dazu aber nicht bekannt.

Nat√ľrliche Erg√§nzungsmittel zum Schutz des Gelenkknorpels

Wie wir bereits gesehen haben, ist die nat√ľrlichste Weise, um eine Arthrose zu beeinflussen, eine gesunde Lebensweise kombiniert mit ausreichend Bewegung.

Nahrungsergänzungsmittel sind daher eigentlich nicht notwendig. Dennoch enthalten Lebensmittel häufig zu geringe Mengen der hilfreichen Substanzen, um auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung wirkungsvoll sein zu können.

Doch kennt man nicht nur Stoffe wie Omega-3-Fetts√§uren, die aus der Nahrung stammen. Es gibt ebenso eine Reihe von Substanzen, die urspr√ľnglich vom gesunden Knorpel selbst gebildet werden oder in einem engen Zusammenhang damit stehen.

Diese Stoffe wie beispielsweise Glucosamin, Chondroitin, Kollagen-Hydrosylat oder die Vitamine C und E k√∂nnen aber gleichfalls auch von au√üen zugef√ľhrt werden. Sie bek√§mpfen einerseits Entz√ľndungen und andererseits f√∂rdern sie eine bessere Beweglichkeit des arthritischen Gelenks.

Dar√ľber hinaus gibt es auch einige neuere Anwendungen, welche pflanzliche oder auf Lipiden basierende Substanzen einbringen. Hierzu z√§hlen z. B. Pinienrindenextrakt und Phospholipide.

Arthritis Mittel natuerlich

Aminosäuren

Aminos√§uren sind wichtige Bausteine des menschlichen K√∂rpers. Sie regulieren nahezu alle Stoffwechselvorg√§nge und sind unabdingbar f√ľr das Wohlbefinden.

Ein Ungleichgewicht oder eine Unterversorgung kann sich durch verschiedenste gesundheitliche Probleme bemerkbar machen. H√§ufigste Folgen eines Mangels sind ein Leistungsabfall, eine erh√∂hte Anf√§lligkeit f√ľr Infekte und Defizite beim Muskelaufbau, aber auch Gelenkbeschwerden.

Chondroitin

Chondroitin ist ein nat√ľrlicher, in den Gelenken vorkommender Stoff. Dauerhaft eingenommen hat Chondroitin in ein eigen Studien entz√ľndungshemmende und knorpelaufbauende Wirkung gezeigt. Bis die Wirkung sp√ľrbar ist, vergehen allerdings zwei bis sechs Monate.

Der Effekt kann erheblich durch die Kombination mit Glucosamin und Omega-3 verst√§rkt werden. Nebenwirkungen sind weder von Chondroitin noch von Glucosamin oder Omega-3-Fetts√§uren zu erwarten. Chondroitin geh√∂rt damit zu einer nat√ľrlichen Basistherapie von Arthrose und Arthritis.

Chondroitin bei Arthrose

Gr√ľnlippmuschelextrakt

Studien haben ergeben, dass Gr√ľnlippmuschelextrakt bei leichter Gelenkdegeneration in einer Langzeittherapie zur sp√ľrbaren Verbesserung der Symptome f√ľhren. Es wird daher in der alternativen, sowie Tiermedizin eingesetzt, wobei eine¬†teils starke, nach Fisch riechende Geruchsentwicklung in Kauf genommen werden muss.

Glucosamin

Glucosamin ist ein nat√ľrlicher, in den Gelenken vorkommender Stoff (Aminozucker). Dauerhaft eingenommen scheint Glucosamin entz√ľndungshemmende und knorpelaufbauende Wirkung zu haben. F√ľr diesen Einsatz ist Glucosamin als Arzneimittel zugelassen. Bis die Wirkung sp√ľrbar ist, vergehen allerdings zwei bis sechs Monate.

Studien zufolge k√∂nnen sich die Effekte deutlich durch die Kombination mit Chondroitin und Omega-3 verbessern. Auch weitere Naturheilmittel wie Pinienextrakt und Vitamine k√∂nnen dem K√∂rper helfen, Entz√ľndungen zu bek√§mpfen und den Knorpelstoffwechsel zu verbessern. In diesen Kombinationen von Glucosamin handelt es sich nicht um Arzneimittel, sondern um Nahrungserg√§nzungen.

Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten. Die Einnahme kann und sollte dauerhaft erfolgen. Glucosamin geh√∂rt damit zu einer nat√ľrlichen Basistherapie von Arthrose und Arthritis.

Hyaluronsäure

Bei Hyaluronsäure handelt es sich um eine körpereigene zuckerähnliche Verbindung aus D-Glucoronsäure und N-Acetyl-D-Glucosamin. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Gelenkschmiere und des Bindegewebes.

Der Nutzen einer oralen Aufnahme, ob √ľber Nahrungsmittel oder als Nahrungserg√§nzung, wurde bislang nicht nachgewiesen. Allerdings sind auch keine negativen Nebenwirkungen bekannt, sodass ein Selbstversuch zumindest nicht schaden d√ľrfte.

Kollagen

Van Vijven und Kollegen schlussfolgern aus ihren Vergleichen, dass Kollagen-Hydrolysat nach den bisherigen Erkenntnissen noch nicht als generelle Nahrungserg√§nzung f√ľr Arthrosepatienten empfehlenswert ist.

Da Kollagenhydrosylat aber gut vertr√§glich ist, kann ein Test aber f√ľr jemanden mit Gelenkproblemen durchaus empfehlenswert sein. Drei gute und preiswerte Produkte haben wir Ihnen hier herausgesucht.

Kollagen mit gr√ľnem Blatt und Holzschale

Magnesium

Inwieweit Magnesiumpräparate bei bereits vorhandenen Gelenkproblemen helfen können ist bislang noch nicht ausreichend erforscht.

Allerdings entdeckte das Department of Epidemiology der School of Public Health an der Universit√§t von Kalifornien (UCLA, Los Angeles) bei einer Studie an rund 3.700 in der Menopause befindlichen Frauen, dass die Personen, die mehr Magnesium √ľber die Ern√§hrung aufnahmen, eine deutlich geringere Konzentration von Entz√ľndungs-indikatoren wie CRP (C-reaktives Protein), TNF (Tumornekrosefaktor) und IL6 (Interleukin-6) aufwiesen.

Zumindest bei entz√ľndlichen Gelenkerkrankungen ist somit eine Wirksamkeit zu vermuten.

MSM (Methylsulfonylmethan)

MSM hat eine schmerzlindernde und entgiftende Wirkung. Der in MSM enthaltene Schwefel ist Teil der Knorpelstruktur, so dass knorpelaufbauende Effekte wahrscheinlich sind. Nachgewiesen sind die Effekte aber bisher nicht.

MSM ist ein sehr sicheres Mittel und hat keine Nebenwirkungen. Empfohlen werden Dosierungen bis 1.500 mg täglich. Die Kombination von MSM mit anderen Naturheilmitteln wie Glucosamin hat sich in Untersuchungen als vorteilhaft erwiesen.

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Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA

Neuere Untersuchungen zeigen, dass Ergänzungsmittel, wie z. B. Glucosaminsulfat, die Beweglichkeit im Gelenk oder die Schmerzen positiv beeinflussen.

Omega-3-Fettsäuren auf der andere Seite helfen möglicherweise gleichsam, den Schmerzmittelkonsum einzuschränken, was das Risiko, schwere Nebenwirkungen durch Schmerztabletten zu erleiden, deutlich reduziert.

Diese Fettsäuren sind nicht in pflanzlicher Nahrung, sondern lediglich in Meerestieren, insbesondere fettreichem Seefisch enthalten.

Arnika

Arnikabl√ľten enthalten entz√ľndungshemmende und antimikrobielle Wirkstoffe und k√∂nnen in Form von Salben, √Ėlen und Tinkturen angewendet werden. Das entz√ľndungshemmende Potential der Echten Arnika l√§sst den Einsatz bei Gelenkbeschwerden demnach naheliegend erscheinen.

Brennnessel

Brennnesseln sind eine wertvolle Heilpflanze, die unter anderem bei Gelenkbeschwerden als auch anderen Krankheiten Linderung verschaffen kann. Durch die enorme Anwendungsvielfalt der gro√üen Brennnessel k√∂nnen Muskel- und Gelenkerkrankungen wie Gicht, Rheumatismus, Arthrose und Arthritis bek√§mpft werden. Da Nebenwirkungen kaum zu bef√ľrchten sind, kann sich ein Versuch in den meisten F√§llen lohnen.

Cannabidiol-√Ėl

Aufgrund seiner entz√ľndungshemmenden Eigenschaften kann¬†CBD-√Ėl bei Arthritis, Arthrose und anderen rheumatischen Erkrankungen Linderung verschaffen. Zwar l√§sst sich ein einmal degenerierter oder abgebauter Knorpel durch das Cannabidiol nicht wieder regenerieren, aber es kann zur Linderung der¬†systemischen¬†Symptome und speziell bei der¬†Schmerzlinderung beitragen.¬†Zu beachten ist, dass CBD-√Ėl mit verschiedenen Arzneimitteln wechselwirken kann. Deshalb empfiehlt es sich, Ihren Arzt zu konsultieren, bevor Sie zu diesem Mittel greifen.

Globuli

Globuli¬†Streuk√ľgelchen bestehen aus Zucker oder einem anderen Kohlenhydrat unter einer stark verd√ľnnten Wirkstoffschicht. Abh√§ngig von dieser ergeben sich die unterschiedlichsten Anwendungsfelder zur Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen.

Hagebutte

Die gesundheitsf√∂rdernde Wirkung der Hagebutte ist auf unterschiedliche Weise nutzbar. Aus der getrockneten Schale l√§sst sich beispielsweise ein vitaminreicher Aufguss herstellen, der aufgrund seines hohen Gehalts an Pektinen und Pflanzens√§uren abf√ľhrend und leicht harntreibend wirkt.¬†Die Kerne lassen sich zu Hagebutten√∂l verarbeiten, das zur Hautpflege eingesetzt wird. Das Mus wird wegen seiner austreibenden Wirkung gegen Gicht und Rheuma verwendet.

Heisteria

Eine klare Empfehlung f√ľr Heisteria millennia und Heisteria composita kann aufgrund fehlender klinischer Studien nicht gegeben werden. Ob die Pr√§parate Rheumabeschwerden tats√§chlich lindern oder lediglich ein Placeboeffekt vorliegt, wurde bislang noch nicht eindeutig gekl√§rt. Letztendlich muss jeder Betroffene selbst entscheiden, ob er / sie den nicht ganz billigen Versuch wagt oder nicht.

Curcumin und Kurkuma-Extrakte

Die Wirksamkeit des¬†Curcumins und der Kurkuma-Extrakte¬†bei rheumatoider Arthritis und Arthrose konnte durch mehrere klinische Studien belegt werden.¬†In Bezug auf die Schmerzreduktion und die allgemeine Gelenkfunktion erweisen sich die Kurkuma-Wirkstoffe als effektiver als¬†oder zumindest gleich wirksam wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) ‚Äď und das ohne Nebenwirkungen, solange nicht √ľberdosiert wird.¬†Die Zahl der regul√§r durchgef√ľhrten klinischen Studien ist jedoch noch zu gering, um die Kurkuma-Therapie auf ein sicheres wissenschaftliches Fundament zu stellen.¬†Daher empfehlen Naturheilmediziner, entsprechende Pr√§parate nur vorbeugend oder Therapie-unterst√ľtzend einzunehmen. Eine alleinige Behandlung mit Kurkuma verspricht nach derzeitiger Datenlage keinen ausreichenden Erfolg.

Eschenrinde, Pappel und Goldrute 

Die Dreier-Kombination aus¬†Eschenrinde, Pappel und Goldrute¬†soll entz√ľndungshemmend, schmerzlindernd und antioxidativ wirken. Das Anwendungsspektrum reicht vom Weichteilrheuma bis hin zu leichten bis mittelschweren Arthrosen. Um eine sp√ľrbare Wirkung zu erzielen, muss sich im K√∂rper allerdings ein Wirkstoffspiegel aufbauen.

Rindenextrakte

Rindenextrakte¬†auf der anderen Seite brachte in einigen Versuchsreihen ebenso eine Besserung der Schmerzsymptomatik. Gleichfalls erh√∂hte es die Beweglichkeit im betroffenen Gelenk nachweislich.¬†Allgemein anerkannt ist die antioxidative Wirkung. Zu nennen sind z. B.¬†Weidenrinde¬†und andere Baumrindenextrakte. Die zugrunde liegende entz√ľndungshemmende Wirkung des Pinienrindenextraktes wird den zahlreichen darin enthaltenen Polyphenolen und Mineralien zugeschrieben. Diese sekund√§ren Pflanzenstoffe sind auch z. B. in Traubenkernextrakt, Extrakten von Beerenschalen, Cranberries oder gr√ľnem Tee enthalten.

Weihrauch

Die medizinische Wirkung von Weihrauch bei Gelenkbeschwerden ist bisher nur wenig untersucht und bei Weitem noch nicht vollst√§ndig verstanden. Studien geben bislang nicht schl√ľssige Ergebnisse, weswegen die Datenlage nicht ausreichend f√ľr eine Zulassungsantr√§ge als pflanzliches Arzneimittel ist.

Spurenelemente – Mangan, Zink und Selen

Das Spurenelement Mangan ben√∂tigt der menschliche K√∂rper insbesondere f√ľr die Funktion verschiedener Eiwei√üe, f√ľr die Aktivierung von Prozessen des Kohlehydrat- und Aminos√§urestoffwechsels und die Herstellung von Dopamin (Neurotransmitter) und Melanin (Pigmente).

Der menschliche Organismus enth√§lt etwa 10 bis 20 Milligramm des Minerals. Der gr√∂√üte Anteil lagert in den Knochen. Aber auch in den Nieren, der Leber, der Bauchspeicheldr√ľse, den Muskeln und den Haarpigmenten findet sich Mangan.

Nahrungsmittel mit hohem Zinkanteil

Bei Menschen mit Arthrose und Arthritis wird regelm√§√üig festgestellt, dass der Zinkstatus zu gering ist. Es fehlen aber bisher eindeutige Studien, die Zinkmangel als Ursache f√ľr entz√ľndete Gelenke festmachen.

Es k√∂nnte auch anders herum sein: Entz√ľndete Gelenke k√∂nnten auch die Ursache sein, die zu h√∂herem Zinkverbrauch f√ľhren. Daher darf laut europ√§ischer Lebensmittelbeh√∂rde seitens der Hersteller von Zinkpr√§paraten auch nicht behauptet werden, dass Zink zu ges√ľnderen Gelenken f√ľhrt.

Insbesondere ist auch Selen bekannt daf√ľr, antioxidativ zu wirken und auch Entz√ľndungsreaktionen zu verringern. Zudem sch√ľtzt Selen den K√∂rper vor Schwermetallanreicherungen.¬†Selen ist ebenfalls ein wichtiges Element in unserem Bewegungsapparat und im Knochen- und Knorpelgewebe zu finden.

Vitamin C, D und Vitamin E

Die Einnahme von Vitamin C kann Symptome der Arthritis verbessern, die Studienlage ist aber noch nicht gefestigt. Vitamin C geh√∂rt damit zu einer nat√ľrlichen Basistherapie von Arthrose und Arthritis.

Vitamin D ist f√ľr den gesunden Knochenstoffwechsel extrem wichtig und bei speziell bei √§lteren Menschen k√∂nnen sich bei einem Mangel¬†schnell Symptome bemerkbar machen.

Insbesondere Vitamin E wirkt diesen Radikalbildungen entgegen und k√∂nnte somit bei einer konventionellen Arthrosetherapie unterst√ľtzend eingesetzt werden.

Quellen

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inhaltsverzeichnis

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