Meniskus OP

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Die Meniskus OP ist eine der häufigsten Operationen am Knie.

Die Menisken sind zwei in jedem Knie vorhandene halbmondförmige Knorpel. Sie sitzen links und rechts zwischen dem Oberschenkelknochen (Femur) und dem Schienbein (Tibia). Die äußeren Menisken (also der rechte im rechten Bein und der linke im linken Knie) werden „Aussenmeniskus“ genannt, der innere Innenmeniskus.

Die hauptsächlich Funktion der Menisken ist, dass sie als Stoßdämpfer im Knie dienen. Dazu sind sie wichtig für die Feinmotorik, denn die Menisken sind dicht mit Nerven durchsetzt. Sie signalisieren, für uns unbewusst, permanent den Muskeln, wie sie sich zu verhalten haben, um das Knie zu stabilisieren bzw. die Bewegung auszuführen. Besonders am Ansatz des Meniskus ist die Nervendichte relativ dicht. Die relativ hohe Nervendichte ist auch der Grund,warum ein Meniskus Riss und auch der frisch operierte Meniskus starke Schmerzen verursachen können.

Gründe für einen Meniskus Riss

Ursachen für einen Meniskus Riss sind abrupte, extreme Bewegungen des Knies, insbesondere Drehbewegungen. Diese kommen hauptsächlich bei Sportarten wie Fussball, Ski fahren oder Handball vor. Ab etwa dem vierzigsten Lebensjahr kommen zunehmend auch verschleissbedingte Ursachen in Frage. Dann können auch nicht allzu extreme Bewegungen zu einem Meniskusschaden führen.

Auch ein Riss des Kreuzbandes geht oft einher mit einem Meniskusriss.

Wie stellt man einen Meniskusriss fest?

Der Arzt kann Anzeichen für einen Meniskusriss durch Beugebewegungen des Knies bei gleichzeitigem Verdrehen feststellen. Da die Menisken ein mit viel Wasser gefülltes Gewebe sind, kann der Meniskusriss aber nur schlecht auf einem Ultraschallbild sichtbar gemacht werden. Um sich einen genauen Überblick über den Ausmass des Meniskusschadens zu verschaffen, wird deshalb z.T. über ein MRT das Kniegelenk analysiert.

Ist eine Meniskus OP notwendig?

Nicht immer muss ein gerissener oder beschädigter Meniskus operiert werden. Dies hängt von der Größe des Schadens ab, und wie der Betroffene sich fühlt. Gehen die Schmerzen über mehrere Monate auch durch den Einsatz von Physiotherapie nicht weg, kann eine Meniskus OP angezeigt sein.

Verlauf der Meniskus Operation

Eine Meniskus OP wird üblicherweise unter Vollnarkose durchgeführt. Der Eingriff ist „minimal-invasiv“ (Arthroskopie, Kniegelenksspiegelung), d.h. das Knie wird nur durch zwei kleine punktförmige Öffnungen mit zwei Sonden eingedrungen.

Diese Sonden haben unterschiedliche Funktionen: zum Einen wird Flüssigkeit in das Knie gespült, um es aufzupumpen und den Zugang für die andere Sonde zu vereinfachen. In der Sonde befindet sich eine Kamera und Werkzeug, um den geschädigten Teil des Meniskus abzutragen oder zu nähen. Die Operation wird hier in diesem Video gut dargestellt:

Der gesamte Eingriff dauert etwa 30 – 60 Minuten.

Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten der Meniskus OP: die Entfernung des geschädigten Knorpelgewebes (Teilresektion) oder das Vernähen des geschädigten Knorpels mit dem restlichen Meniskus (Meniskusfixation). Eine Naht ist eher komplizierter und wird eher bei jüngeren Patienten empfohlen. Die Auswahl der Methode hängt von weiteren Faktoren ab, die der behandelnde Arzt mit dem Patienten bespricht.

In sehr seltenen Fällen, insbesondere bei sehr jungen Patienten, kann auch nach einer kompletten Entfernung des Meniskus ein Meniskusimplantat eingesetzt werden.

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