Achillessehne: Reizung und Riss, Diagnose und Therapie

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Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des Menschen. Sie verbindet die Wade mit dem Fuß und bewegt so das Sprunggelenk. Schon im Altertum war die Achillessehne berühmt, weil sie die Schwachstelle des ansonsten unbesiegbaren Kämpfers Achilleus war. Auch heute ist die Achillessehne insbesondere bei Läufern gern einmal gereizt.

Die Belastung der Achillessehne ist hoch. Mit jedem Schritt, insbesondere beim Laufen, muss der Fuss das Körpergewicht hochstemmen. Wenn man sich beim Laufen abstösst, wird die Achillessehne mit dem mehrfachen des Körpergewichts belastet.

Reizung der Achillessehne

Eine Reizung der Achillessehne ist relativ häufig. Ist die Reizung entzündlich, spricht man von einer Achyllodynie. Die Reizung tritt meist im unteren Teil auf, am Ansatz des Fersenbeins bis etwa 15 cm Höhe, vorhanden. Je länger die Reizung andauernd, etwa wenn sie chronisch wird, desto eher kann man auch beobachten, dass sich die Achillessehne spürbar verdickt. Durch die entzündliche Reizung wird der Bereich zudem warm, teilweise bedingt durch die erhöhte Durchblutung auch rötlich gefärbt. Auch auf Druck reagiert der Sehnenbereich dann mit Schmerzen.

Während des Laufens lassen die Schmerzen meist nach, um dann nachts, morgens und bei Ruhe stärker wieder aufzutreten.

Eine andauernde Reizung der Achillessehne ist nicht gut für die Selbsterhaltung der Sehne. Im Normalfall besteht die Sehne aus 95% Typ 1 Kollagen, bei Reizung lagert sich aber vermehrt Typ 3 Kollagen in die Sehne ein. Dieses Kollagen ist weniger stabil, so daß ein Achillessehnenriss wahrscheinlicher wird.

Was tun bei Achillessehnenreizung?

Eine Achillessehnereizung bracht vor allem Ruhe, um auszukurieren. Die folgenden Tipps können parallel beherzigt werden:

  • Nehmen Sie wärmende oder entzündungshemmende Salben und tragen Sie die auf die Achillessehne auf. Ihr Arzt oder Apotheker kann Ihnen dazu Ratschläge geben. Ziehen Sie möglichst die Strümpfe nicht sofort nach dem Einreiben wieder an, sondern geben Sie der Creme Zeit, um einzuwirken.
  • Eisbeutel können schmerzlindernd wirken. Maximal 15 Minuten und immer mit einem Handtuch als Schutz vor zu starker Kältewirkung. Eisbeutel niemals länger direkt auf die nackte Haut auflegen.
  • Bei hartnäckigen Achillessehnenreizungen werden auch REPULS-Tiefenstrahler empfohlen. Diese senden kaltes rotes Licht mit LEDs aus, die die Entzündung hemmen.
  • Wenn Sie Läufer sind: überprüfen Sie in einem spezialisierten Fachhandel mittels einer Laufbandanalyse ihren Laufstil und lassen Sie sich einen dem Laufstil angepassten Schuh zeigen.
  • Wenn die Schmerzen wieder weg sind: vor dem Sport sollten Sie sich aufwärmen. Auch Salben mit ätherischen Ölen können die Durchblutung anregen und so das Aufwärmen unterstützen.
  • Nach dem Training ist eine Dehnung der Muskulatur und der Sehnen ein Muss. Das gilt nicht nur für die Achillessehne!

Bei chronischen Reizungen sollten zudem spezielle Einlagen angefertigt werden. Physiotherapie ist zusätzlich zu extrentrischen Muskelübungen empfehlenswert. Insgesamt ist der Heilungsprozess langwierig, er dauert mehrere Monate.

Cortison wird nur bei Versagen aller anderen konventionellen Therapiemöglichkeiten angewendet.

Letzte Möglichkeit ist bei chronisch entzündeter Achillessehne, insbesondere auch bei Haglund-Deformität, die Operation der entzündeten Achillessehne. Dabei werden minimalinvasiv die entzündeten Gewebe abgetragen.

Achillessehnen Riss

Beim Sport, insbesondere einem Sprint wie beim Fußball, Tennis oder Squash, kann es in Folge der ruckartigen Bewegung zu einem Achillessehnenriss kommen. Meist war die Sehne schon vorher geschädigt.

Wenn die Achillessehne gerissen ist, kann der Verletzte sich nicht mehr auf die Zehenspitzen stellen.

Im Regelfall wird eine Operation notwendig sein. Eine konservative Therapie (also nicht-operativ) sollte nur erfolgen, wenn die beiden Sehnenenden bei Beugung gut aneinanderliegen. Dann kann das Fußgelenk über mehrere Wochen ruhig gestellt werden und die Achillessehne kann wieder zusammenwachsen.

Operation

Bei der Operation der Achillessehne werden die beiden Enden der Sehne miteinander vernäht. Eventuell wird die Achillessehne durch die Plantarissehne verstärkt.

Die Plantarissehne befindet sich in der Wade in der Nähe der Achillessehne. Sie ist sehr lang, etwa 28 bis 36 cm. Die Plantarissehne ist für die Bewegung und die Stabilität des Skelettes relativ bedeutungslos.

Im Anschluss an die Meniskus OP wird der Fuß völlig ruhig gestellt, entweder mit einem Gipsverband oder einem „Walker“, einem stützenden Gerüst.

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