Ratgeber Mobilität

Mobilität und Lebensqualität

Einleitung: Mobilität und Lebensqualität

Mobilität hält man für selbstverständlich, bis sie es nicht mehr ist. Denn wenn man jung und gesund ist, überlegt man nicht, wie wunderbar es ist, sich mühelos bewegen zu können.

Aber: Sie sollten sich bewusst sein, dass schon ein alltäglicher, relativ ereignisloser Tag viel körperliche Ausdauer, Kraft, Gleichgewicht, Koordination und Bewegungsumfang erfordert.

Sie stehen morgens auf, gehen auf die Toilette, duschen und gehen dann die Treppe hinunter in Ihre Küche, um Kaffee zu machen.

Sie machen Ihren täglichen Spaziergang durch die Nachbarschaft, oder, wenn Sie in einem Stadtgebiet wohnen, gehen Sie zur Post, Bibliothek oder Fitnessstudio.

Später fahren Sie durch die Stadt, um eine Freundin oder Freund zum Mittagessen zu treffen. Auf dem Heimweg halten Sie im Lebensmittelgeschäft an, holen ein paar Sachen ab, die Sie zum Abendessen benötigen, tragen dann die Taschen zurück zum Auto und fahren nach Hause.

Ein alltäglicher Tagesablauf erfordert die Fähigkeit, aus dem Bett steigen zu können, zu duschen, eine Treppe zu steigen, einen halben oder ganzen Kilometer zu gehen, in ein Auto ein- und auszusteigen, durch den Strassenverkehr zu navigieren sowie Taschen für eine angemessene Entfernung zu tragen.

Die meisten von uns verbringen ihr Leben damit, diese Aufgaben Tag für Tag zu erledigen, ohne sich zu wundern, wie viel unser Körper tatsächlich tut. Aber erst wenn wir diese Grundfähigkeiten aufgrund von gesundheitlichen Problemen oder des mit dem Altern verbundenen körperlichen Abbaus verlieren, beginnen wir zu verstehen, wie sehr unsere Lebensqualität davon abhängt, sich gut bewegen zu können.

Vielleicht sind Sie relativ jung, und eine Gelenk-OP oder Physiotherapie bei einer Verletzung ist alles, was Sie brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen?

Über diesen Ratgeber

Der Gelenkexperten Ratgeber wird sich mit all diesen Themen, sowie den weitreichenden Mobilitätsproblemen unsere alternden Gesellschaft, sowie den entsprechenden Lösungsmöglichkeiten befassen.

Tatsächlich gibt immer mehr Hilfen, sich z.B. mit Stöcken aber auch mit hochtechnisierten Knie-Orthesen und High-Tech- Rollstühlen zu bewegen, sowie eine Vielzahl von Dienstleistungen, die dazu beitragen können, dass Sie Ihr Leben alleine meistern können.

Darüber hinaus wird dieser Ratgeber verschiedene Dinge untersuchen, die Sie in jeder Lebensphase tun sollten, um Ihre Gesundheit zu fördern. Eine langfristige Planung spielt letztendlich bei der Frage, wie gesund Sie altern und wie mobil Sie bleiben eine grosse und immer unterschätzte Rolle.

Wie behalten Sie Ihre Mobilität?

Die folgenden Maßnahmen können helfen, die Mobilität langfristig zu erhalten:

  • Erhalt der Muskelkraft und –ausdauer.
  • Pflege aller Gelenke, die Sie für den Gehprozess benötigen – also Hüfte, Knie und Knöchel bzw. den ganzen Fuss.
  • Pflege des Rückens und der Körperhaltung.
  • Aufbau des Gleichgewichtssinns zur Vermeidung von Stürzen.
  • Stärkung der Rumpfmuskulatur für mehr Stabilität.
  • Schützen Ihrer Augen und Ohren, sowie die Beibehaltung Ihrer Konzentrationsfähigkeit.
  • Beibehaltung eines gesunden Gewichts, sowie einer nährstoffsreichhaltigen Ernährung.
  • Sicherstellen, dass Ihr Zuhause und Ihre Umgebung Ihrer Mobilität helfen, anstatt sie zu behindern.

Diese Maßnahmen können im Einzelnen, jedoch bestimmt in der Kombination zu einer langfristigen Steigerung der Mobilität führen.

Mehr Mobilität bedeutet mehr Unabhängigkeit und Freude.

Die Bedeutung der Mobilität

Mobilität ist definiert als Ihr Vermögen, unterschiedliche Stellungen und Haltungen einzunehmen und sich fortzubewegen.

Tatsächlich sind rund ein Drittel bis die Hälfte der Erwachsenen ab 65 Jahren sind von Mobilitätseinschränkungen betroffen.

Auf den ersten Blick scheint eine Beeinträchtigung kein großes Problem zu sein – Sie passen sich ja auch an, lernen, sich langsamer und bewusster zu bewegen, oder Sie finden sich mit dem Problem zurecht, indem Sie sich auf einen Stock oder Rollator verlassen. Dies kann jedoch zu einer langfrustig schlimmen Abwärtsspirale führen.

Die Abwärtsspirale vermeiden

Je weniger Sie sich bewegen, desto mehr können Sie an Gewicht zunehmen, dadurch weniger Sport treiben und sich langsam aber stetig von sozialen Beziehungen und Aktivitäten, die Sie geistig, sowie körperlich anregen, zurückziehen.

Keinen Sport zu treiben kann viele kleine, unscheinbare gesundheitliche Probleme verschlimmern. Der daraus resultierende physische, emotionale und mentale Verfall schränkt Ihre Mobilität zusätzlich ein.

Mobilitätsprobleme sind mit geringerer Lebensqualität und erwiesenermaßen höheren Depressionen verbunden. Mit der Zeit erhöhen diese Einschränkungen ausserdem das Risiko, behindert zu werden – aufgrund physischer oder psychischer Beeinträchtigungen sind sie nicht in der Lage, ihre täglichen Aktivitäten auszuführen.

Deshalb ist es wichtig, einzugreifen, um zukünftige Mobilitätsbeeinträchtigungen zu verhindern oder bestehende zu reduzieren.

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Handeln Sie jetzt!

Am wichtigsten ist, zu verstehen, dass Mobilitätsprobleme zu einem Verlust der Unabhängigkeit führen können und es Ihnen so unmöglich machen kann, alleine zu leben.

Auch wenn neue Produkte und Dienstleistungen es ermöglichen, viele Herausforderungen zu meistern, ist für die meisten Menschen die Fähigkeit, sich auf ihren eigenen Körper, ihre Fähigkeiten und geistige Beweglichkeit zu verlassen, ein entscheidender Teil eines erfüllten Lebens.

Wenn Sie den oben beschriebenen einfachen Tipps & Tricks nachgehen, brauchen Sie sich später weniger auf Betreuer und Hilfsgeräte verlassen zu müssen.

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